Elektrosmog
Überall wo technische Geräte oder Leitungen unter Spannung stehen, gibt es elektrische Felder. Sobald der Strom fließt kommt ein magnetisches Feld hinzu. Magnetfelder abzuschirmen ist nahezu unmöglich, ihnen auszuweichen oft sehr schwer.
Feldverursacher gibt es viele: Jedes elektrisch betriebene Gerät innerhalb des Haushaltes gibt während des Betriebes mehr oder minder starke Felder in verschiedenen Frequenzbereichen ab. Von draußen kommen dann noch Überlandleitungen, Umspannstationen, Dachständer, Hausanschlüsse und größere technische Anlagen, sowie die Wetterstrahlung (Sferics), die Funkwellen des Radios, des Fernsehens, der Telefone, etc. hinzu.
Die Wirkungsweise ist stets abhängig von der Feldart , der Feldstärke und der Frequenz, der Richtung des Körpers zum Feld, der Einwirkzeit, der Ruhe- bzw. Aktivitätsphase und der persönlichen Empfindlichkeit.
Gesundheit
Bezüglich der gesundheitlichen Auswirkungen ist wenig konkretes und hundertprozentig sicheres bekannt. Studien zur Wirkung der niederfrequenten Felder an der Bevölkerung oder an bestimmten Berufsgruppen wurden und werden zum überwiegenden Teil empirisch durchgeführt. Somit sind sie anfechtbar, da es sich nicht um klinische Untersuchungen unter absolut reinen, nachvollziehbaren Bedingungen handelt und somit "Schmutzeffekte" nie ganz auszuschließen sind.
Diese Problematik wird sowohl bei klinischen Versuchen als auch bei unseren eigenen Erfahrungen aus den Messungen und Beratungen bei unseren Kunden deutlich: Während die Einen eine offensichtlich dicke Haut zu haben scheinen und keinerlei Reaktionen auftreten, können wir bei Anderen immer wieder beobachten, daß die Verringerung der sie umgebenden Feldstärken zu einer deutlichen Verbesserung des Krankheitsbildes wenn nicht sogar zu einer Heilung führt.
Wenn man alle Studien zusammenzieht, kann man zusammenfassend sagen, daß bei nahezu allen Auswertungen ein erhöhtes Risiko herauskommt, an diversen Krebsarten oder auch psychisch zu erkranken. Dies ist insbesondere dadurch bemerkenswert, da es sich hierbei um relativ geringe Feldstärken (ab 100 nT) handelt, die kurzfristig niemandem soviel ausmachen, daß er oder sie hierdurch ernsthaft gefährdet sein könnte.
Aus meinen seit mehreren Jahren durchgeführten Entspannungs- und Meditationsgruppen, glaube ich schließen zu können, daß die Möglichkeiten persönlichen Streß abzubauen und eine ausreichend lange, starke und tiefe Entspannung herbeizuführen eine nicht unwesentliche Rolle bei dem Aufbau einer ausreichenden "Resistenz" spielt (Dies gilt auch für die Überempfindlichkeit auf geringe Dosen verschiedener Alltagsgifte).
Dies kann und soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer häufiger Personen gibt, die nachweislich aufgrund des Zusammenwirkens verschiedener Umstände nachweislich schwer krank sind. Hierbei gibt es leider bis heute weder naturheilkundliche noch schulwissenschaftiche Ansätze diesen Menschen zu helfen.
Herkunft
Wenn Sie in Ihrem Haushalt nach Verursachern des E-Smogs suchen, sollten Sie dieses in mehreren Richtungen tun. Zuerst suchen Sie nach starken Verbrauchern (Durchlauferhitzer, Bügeleisen, Nachtspeicherheizung, etc.), dann nach Geräten, die sehr körpernah zum Einsatz kommen (Föhn, elektrischer Rasierer, [Mikrowellen-] herd, Handy, etc.).
Zum Schluss schauen Sie noch nach älteren Geräten, die besonders wenig Strom verbrauchen und gleichzeitig über ein Netzteil verfügen (Radiowecker, Ladegerät, etc.).
Als Faustregel können Sie sich merken, dass je mehr dieser Punkte gleichzeitig zutreffen und je länger die Einwirkzeit auf den Körper ist, desto kritischer sind die Geräte zu bewerten.
Einige Beispiele hierzu (die bei Ihnen tatsächlich vorkommenden Werte können stark von denen hier angegebenen abweichen), wie wir sie in einem fiktiven Haushalt gefunden haben könnten:
- Der Föhn wird von Ihnen möglicherweise ein mal täglich in Kopfnähe für 10 Minuten benutzt. Die Feldstärke liegt elektrisch bei ca. 180 V/m, magnetisch bei ca. 2000 nT.
- Der elektrische Rasierer bringt 1 - 2 mal täglich ein elektrisches Wechselfeld von 230 V/m und ein magnetisches Wechselfeld von 4500 nT an Ihren Körper.
- Der elektrische Wecker am Kopfende Ihres Bettes bringt je nach Abstand Feldstärken von 10 bis 100 V/m und 200 bis 35.000 nT an den Kopf und das für sechs bis zehn Stunden täglich.
- Beim Kochen entstehen in Unterleibshöhe Felder von bis zu 230 V/m und über 1000 nT, gemessen an den Schaltknöpfen des Herdes. Bei gleichzeitig laufender Mikrowelle kommen noch einmal bis zu 6000 nT und 200 V/m (und einige Millivolt Hochfrequenz) hinzu.
- Die Halogenlampen an der Decke (insbesondere wenn sie mittels "Seilen" aufgehängt sind) bringen je nach Nähe zum Trafo bis zu 200 V/m und 30 bis 30000 nT.
- Die Neonröhren und die Kühltruhen des Supermarktes unter Ihrer Wohnung erzeugen Felder von bis zu 300 nT in Ihrer gesamten Wohnung und das rund um die Uhr.
- Die Überlandleitung in 200 m Abstand bringt je nach Auslastung 10 bis 120 nT in Ihre Wohn- und Schlafräume, dies aber ebenfalls rund um die Uhr.
Diese Liste ließe sich beliebig lange fortsetzen, insbesondere, wenn man den Aufenthalt um Auto, in der Bahn, an der Arbeitsstätte, etc. hinzuzieht. Versuchen Sie einmal Ihren eigenen Alltag zu protokollieren. Sie werden sich wundern, was da alles zusammenkommt.
Sanierung und Vermeidung
Wichtig ist, dass man weiß, dass es gegen die magnetischen Wechselfelder kaum wirksame bzw. finanzierbare Abschirmmaßnahmen gibt, außer dem Abstand und konsequentem Abschalten der Geräte (Stecker raus, da viele Geräte ohne dieses anzuzeigen im Standbybetrieb verbleiben!) bei Nichtgebrauch. Das elektrische Wechselfeld hingegen lässt sich relativ einfach ableiten, bzw. eliminieren. Hierfür reichen Anstriche, Folien oder spezielle Putze völlig aus.
Desweiteren gibt es die Möglichkeit im Schlaf- oder Ruhebereich mittels sogenannter Netzfreischalter oder Funk- bzw. Infrarotabschaltern für Ruhe zu sorgen. Auch das abendliche Abschalten der betreffenden Sicherung ist eine praktikable, wenn auch umständliche Möglichkeit.
Netzabkopller können Sie gerne bei uns bestellen, Funk- oder Infrarotabschalter erhalten Sie z. B. bei Conrad Electronic. In beiden Fällen empfiehlt es sich zu den Geräte ein spezielles Nachtlicht in die Steckdose zu stecken, damit der einwandfreie Betrieb der Geräte ständig überprüft werden kann. In Ruhezonen (wenn Ihnen der Mehrpreis unwichtig ist: im ganzen Haus) empfehle ich den Einbau abgeschirmter Kabel und Dosen.
Hochfrequenz
Neben den hier besprochenen Frequenzen des Bahn- und Haushaltsstromes (16 2/3 Hz bzw. 50 Hz) gibt es weitere, höherfrequente Feldarten. Diese finden wir als Oberwellen auf unserer Hausinstallation und als Funkfrequenz (Radio, Fernsehen, Handys, W-LAN, Bluetooth, DECT-Telefone, etc.). Verschiedene Geräte von denen man es gar nicht erwartet - wie beispielsweise Dimmer - geben teilweise ebenfalls hochfrequente Strahlung ab.
Nicht vergessen sollten wir auch, daß es zwischenzeitlich fast keine ruhigen Zonen mehr gibt, denn überall wo Ihr Radio funktioniert, wo Sie ein Handy in bis zu 30 m Entfernung haben, wo es Antennen und andere technische Einrichtungen gibt, müssen Sie davon ausgehen von hochfrequentem E-Smog umgeben zu sein.
Die Wirkung dieser Wellen ist, wenn die Strahlung niederfrequent gepulst ist, weitaus stärker, als die des der klassischen analogen Betriebsart. Gepulste Wellen finden Sie beim D- und E-Netz, UMTS und DECT-Telefonen, bei W-LAN und Bluetootch, etc..
Untersuchungen zeigen, daß EEG-Werte (Gehirnstrommessungen) lange nach dem letztmaligen Gebrauch eines Handys immer noch sonderbare Kurven aufweisen. Hierbei ist unwesentlich ob Sie selbst oder Ihr Nachbar das Funktelefon benutzt hat. Ca. 2/3 aller frei finanzierten Studien ergeben einen eindeutigen schädigenden Einfluss gepulster Strahlung auf den Körper - immerhin ca 1/3 aller von der Industrie finanzierten Studien, kommen zu dem gleichen Ergebnis.
Ausblick
Da die allgemeine Belastung durch Strahlungen aller Art immer stärker wird, der Gesetzgeber nach wie vor alles tut, was bestimmte, von großen Industrien gesponserte Verbände, von Ihm verlangen, können wir nur selbst tätig werden, indem wir strahlungsarme Zonen mit einem Minimum an Technik schaffen, um unserem Körper eine ausreichende Zeit zur Regeneration zu bieten.
Zu diesen Ruhezonen zählen insbesondere die Schlafräume, die als der zuerst zu optimierende Platz gelten. Hier haben weder Radiowecker, noch Fernseher, noch Telefone oder andere technische Einrichtungen etwas zu suchen. Alufolien (Dampfsperre), Spiegel, und metallene Betten und Matratzen sollten aufgrund Ihrer Antennenwirkung ebenfalls entfernt werden.
Sollten Sie auf bestimmte Dinge nicht verzichten wollen oder können (el. Bettverstellung, Alarmanlage, etc.), ist es ratsam eine Messung durchzuführen, um die tatsächliche Belastung und mögliche Alternativen herauszufinden.
Auch wenn auf jedes Gutachten der Kritiker eine andere Auslegung oder auch ein neues Gutachten der Befürworter folgt - Vorbeugen ist besser als zu warten, bis der Schaden bereits eingetreten ist, oder sich unser Staat doch einmal entscheidet konsequent das umzusetzen, was in unseren Nachbarstaaten längst Gesetz ist.
So liegen beispielsweise die Grenzwerte für Mikrowellen der ehemaligen UdSSR und im europäischen Ausland zum Teil weitaus niedriger, ist der Bau von Schulen und Kindergärten unter Hochspannungsleitungen in vielen Ländern seit langem verboten (bei uns ist dies nur eine Empfehlung).